Ein Bericht von Christoph Kreger:

11. 24h-Paddeln bei den Freien Kanufahrern
Rauxel (FKR)

Sa.-So. den 23.-24.06. 2012

Mit 42 Teilnehmern aus 10 Vereinen fand das 11. 24h Paddeln wieder große Resonanz in der Region und auch überregional. Sportler aus Marl (2 Vereine), Recklinghausen, Gelsenkirchen, Dortmund, Bünde, Essen, Castrop (2 Vereine) und aus Dresden (!) waren an die Suderwicher Str. 88 gereist, um wieder an ihre persönlichen Grenzen zu gehen.
Nicht schlecht staunte Wanderwart Hermann Schock, als er eine Anfrage aus Dresden bekam. Eine Familie hatte sich bereits für den Donnerstag -2 Tage vor dem Start- angekündigt. So reiste eine „Miniabteilung" des Kanuclubs „Rotation Dresden" mit zwei Erwachsenen und einem Jugendlichen an den Rhein-Herne-Kanal, um das Gewässer ausgiebig zu  erkunden.
Freitags kamen dann die meisten anderen Vereine mit Wohnwagen und Zelten auf das Gelände des FKR. Viele kennen sich bereits seit 11 Jahren von dieser Veranstaltung. So saßen schnell alle beisammen und es herrschte eine familiäre
Stimmung auf dem Gelände. Ein Gemeinschaftsgrill, mehrere Kühlschränke und ein organisierter Brötchendienst konnten die Anwesenden kulinarisch versorgen. Auch das Fußballspiel wurde zusammen angeschaut. Am Samstag den 23.06.12 reisten dann die letzten Teilnehmer an. Dann wurden die Boote für die lange „Reise" präpariert. Manch einer lud Wasserflaschen, Energieriegel, und Obst ein. Andere polsterten noch die Sitze aus, damit hier keine allzu schlimmen Druckstellen entstehen. Der andere brachte direkt einen persönlichen Trainer mit, der ihn mit Essen und Trinken, Kleidung, Sprechfunk und anderen Hilfstätigkeiten unterstützen sollte.

Um Punkt 11:04Uhr startete dann Hermann Schock -Wanderwart und Erfinder des 24h-Paddelns- das 11te 24h-Paddeln.

Dann wurde es erst einmal ruhig auf dem Gelände des FKR. Die meisten der 42 Teilnehmer fuhren den Rhein-Herne-Kanal in Richtung Herne. Dort ging es bis zur Schleuse und zurück. Mit 14km zählt dieser Streckenabschnitt zu dem längeren Teil der Strecke. Nach ca. 100Minuten erschienen die ersten Paddler wieder am Bootshaus und fuhren direkt weiter zum Hebewerk nach Henrichenburg (4km). Diese beiden Streckenabschnitte wurden von den Kanuten beliebig oft in 24h gepaddelt. Bei Pausen- oder Schlafeinheiten wurde die Zahl der Abschnitte von den Kanuten selbst eingetragen. Hier setzen die Veranstalter -wie immer- auf die Ehrlichkeit der Sportler.Das Wetter war in diesem Jahr eine Zitterpartie. Die Prognosen sahen recht gut aus! Im Endeffekt hatten die FKR´ler ein Riesenglück und die Sonne zeigte sich fast über den gesamten Zeitraum des 24h-Paddelns. Nur der stramme Gegenwind bei der Fahrt Richtung Herne, sorgte bis in den frühen Abend für leichte Probleme. So entschieden sich einige besonders Eifrige für die kurze Strecke zum Hebewerk. Diese paddelten sie dann direkt weit über 30(!) Mal.Mit dem Einzug der Dämmerung wurden die Boote umgebaut. Lampen an Stöcken, Ruten oder ähnlichen Konstruktionen wurden über den Köpfen der Paddler montiert,so dass sie ein Rundumlicht zur Verfügung hatten. Bei Windstille war die nächtlich Stimmung auf dem Kanal besonders groß, überall waren kleine oder größere Lichter auf dem Wasser zu sehen. Das leise Plätschern beim heranfahren und ein kurzer Gruß unter Kollegen unterstrich die schöne Nachtstimmung.

Am Sonntag um 11:04Uhr bei leichten Nieselregen ging der Paddelmarathon zu Ende.

Den Gesichtern der Teilnehmer war am Ende die Strapaze wirklich anzusehen. Manch einer hatte kaum das Land betreten und war an seine Belastungsgrenze gegangen. Gefährlich wird in der Nacht der Sekundenschlaf, wenn der Körper seine Auszeit anmeldet! Dann sollte sich jeder Kanute für einen Kurzen Regenerationsschlaf entscheiden.
Schließlich wurde abgerechnet. Hermann Schock als Rechenzentrum hatte schnell alle Teilnehmerzettel zusammengerechnet.

Das Ergebnis konnte sich sehen lassen:
Insgesamt hatten die 42 Kanuten 2940 Kilometer zusammengepaddelt!
Dies war zwar kein neuer Rekord, aber von der Teilnehmerzahl her betrachtet eine
sehr große und tolle Leistung.
Besonders sollte hier ein Augenmerk auf die Leistung der insgesamt 15 jugendlichen
gelegt werden. Sie erpaddelten stattliche 900 Kilometer!
Einen sehr großen Anteil an
dieser Leistung sollte auch der junge Franz aus Dresden leisten (siehe Wertung)
Hier die Wertung in Klassen: (immer nur 1. Plätze)
Sieger Vereinswertung: Freie Kanufahrer Marl 852km
Sieger Jugend: Freie Kanufahrer Marl mit 472km (!)
beste Schülerin: Anna-Lena Spiekermann 64km (Freie Kanufahrer Marl)
bester Schüler: David Kuklinski 70km (Freie Kanufahrer Marl)
beste Jugendliche: Lisa Klasen 48km (Freie Kanufahrer Marl)
bester Jugendliche: Franz Lindner 152km (!!!) (TSV Rotation Dresden 1990)
beste Kanutin: Birgit Herda 104km (Essener Faltbootfahrer)
bester Kanute: Wolfgang Bablick* 184km (!!) (Essener Faltbootfahrer)
* stieg fast nie aus, nur zum Gang zur Toilette!
Mit dem Ergebnis legten die Freien Kanufahrer aus Marl die Messlatte sehr hoch,
denn sie waren mit der deutlich größten Mannschaft angereist: nämlich 16 Leute,
davon allein 8 Jugendliche.
Hervorheben möchte ich hier wirklich die Kinder/jugendlichen, die bis weit über ihre
Belastungsgrenzen gegangen sind. Sie waren Tag und Nacht unterwegs, wobei sie
nachts von ihren Betreuern begleitet wurden.

Hier die teilnehmenden Vereine mit ihrer Kilometerleistung:
01   FKF Marl 852km
02   Essener Faltbootfahrer. 616km
03   FK-Rauxel 416km
04   Kanufreunde Marl 376km
05   TSV Rotation Dresden 1990 326km ( Mike Lindner 138 km, Ute Scheider 36km)
06   Gelsenkirchener KC 104km
07   FS 98 Dortmund 100km
08   KC RECKLINGHAUSEN II 74km
09   KSC Bünde 48km
10   CTV (Castroper-Turn-Verein) 28km

Die Kilometerleistung der Jugend:
01   FKF Marl 472km
02   Kanufreunde Marl 212km
03   TSV Rotation Dresden 1990 154km
04   FK-Rauxel 32km
05   FS 98 Doortmund 30km

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